So erstellst du eine Social-Media-Marketing-Strategie in 7 Schritten

Social-Media-Marketing

Veröffentlicht amNov 24, 2025

Einfach drauflos posten und schauen, was hängen bleibt, bringt dir keinen positiven ROI für deine Social-Media-Arbeit. Hier lernst du in sieben Schritten, wie du von Grund auf eine wirksame Social-Media-Strategie aufbaust.

Lesezeit
17 Min. Lesezeit
Autor
Rochi Zalani

Eine Social-Media-Strategie kann sich ein bisschen wie Pflichtprogramm anfühlen. Brauchst du wirklich eine, um auf Social Media erfolgreich zu sein (vor allem, wenn du Creator bist und nicht im Social-Media-Marketing eines Großunternehmens arbeitest)?

Wenn es dir nur um Views um der Views willen geht, vielleicht nicht. Jede Menge Leute gehen zufällig viral. Aber wie geht es danach weiter?

Selbst wenn du es schaffst, eine Community aufzubauen: Wie willst du damit Geld verdienen? Wie machst du aus deinen Followern Abonnenten? Oder Kunden?

Genau hier kommt deine Social-Media-Strategie ins Spiel. Sie legt fest, wo deine Social-Media-Präsenz in sechs Monaten, einem Jahr oder fünf Jahren stehen soll, und sie ist die Landkarte, die dich dorthin führt.

Hier ist ein kompakter Leitfaden, mit dem du deine eigene Strategie von Grund auf erstellst.

Moment mal, was genau ist eine Social-Media-Marketing-Strategie?

Gute Frage! Lass uns darüber sprechen, was sie ist und was sie nicht ist.

Social-Media-Marketing bedeutet, Social-Media-Plattformen wie Instagram, LinkedIn, Facebook und andere zu nutzen, um dein Business zu bewerben und eine Community aufzubauen. Dazu gehört auch bezahltes Social-Media-Marketing, etwa Werbeanzeigen und Influencer-Marketing.

Also so etwas wie ein Social-Media-Kalender? Nicht ganz.

Was ist der Unterschied zwischen einem Social-Media-Kalender und einer Social-Media-Marketing-Strategie?

  • Eine Social-Media-Marketing-Strategie ist die treibende Kraft dahinter, warum du postest, was du postest, und warum du dich für bestimmte Social-Media-Plattformen entschieden hast. Sie beschreibt deine Social-Media-Ziele und die Kennzahlen, mit denen du deinen Erfolg misst. Stell sie dir als Roadmap vor, als Wegweiser, der dich dorthin bringt, wo du hinwillst.
  • Ein Redaktionsplan ist der Ort, an dem du deine Social-Media-Posts einplanst. Er zeigt, welcher Content wann und auf welcher Plattform online geht. Deine Strategie ist die große Roadmap, dein Redaktionsplan ist jeder einzelne Kilometer, den du auf dem Weg zurücklegst. Warum brauchst du eine Social-Media-Marketing-Strategie? Damit deine Social-Media-Aktivitäten eine klare Richtung haben und du weißt, wie Erfolg für dich aussieht. Der Ansatz „einfach mal alles raushauen und schauen, was hängen bleibt“ funktioniert nicht, wenn du einen positiven Return on Investment (ROI) erzielen willst.

📝**Hinweis**: Dieser Leitfaden konzentriert sich vor allem auf den Aufbau einer organischen Social-Media-Marketing-Strategie. Wenn du wissen willst, wie du zusätzlich eine Paid-Social-Strategie einbindest, lies unseren Leitfaden für die ideale Hybridstrategie.

So erstellst du eine Social-Media-Marketing-Strategie in 7 Schritten

Wenn du dich schon eine Weile im Social-Media-Marketing ausprobierst, beginne mit dem ersten Schritt im folgenden Abschnitt. Wenn du bei null anfängst, spring direkt zu Schritt zwei.

1. Führe ein Social-Media-Audit durch

Wenn du bereits auf deinen Social-Media-Kanälen gepostet hast (egal wie selten), schau dir Folgendes an:

  • Welche Arten von Posts bekommen auf deinen Social-Media-Accounts das meiste Engagement?
  • Welche Arten von Social-Media-Content haben zu den meisten Profilbesuchen geführt?
  • Welche Arten von Social-Media-Posts hast du am liebsten erstellt? Wirf einen Blick in deine Social-Media-Analytics und überlege auch ganz für dich, was aus deiner Sicht am besten funktioniert hat. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um zu entscheiden, wie du weitermachen willst.

Vielleicht entscheidest du dich, den Kanal zu wechseln, weil dir das Erstellen von Content für eine bestimmte Plattform keinen Spaß gemacht hat. Oder du stellst fest, dass Lern-Posts bei deiner Zielgruppe die meisten Direktnachrichten (DMs) und das meiste Engagement bekommen haben.

Wenn du das erledigt hast, nimm deine Erkenntnisse mit in die nächsten sechs Schritte. Und denk daran: Die folgenden Schritte müssen nicht in einer festen Reihenfolge ablaufen. Sie beeinflussen sich gegenseitig.

2. Lerne deine Zielgruppe genau kennen

Manche Ratgeber beginnen mit dem Festlegen von Social-Media-Zielen, und das ist ein guter erster Schritt. Instagram-Creator und Beraterin Elise Darma empfiehlt jedoch, die Zielgruppenrecherche ganz nach vorne zu stellen.

„Kundenrecherche ist nicht nur ein Teil meiner Strategie“, sagt sie. „Sie ist die Grundlage für alles, was ich mache.“

Du musst deine Zielgruppe genau verstehen, um Social-Media-Content zu erstellen, der ihr wirklich hilft. Was solltest du über deine Zielgruppe wissen?

  • Grundlegende demografische Daten: Alter, Geschlecht, Wohnort, Jobtitel, Gehalt usw.
  • Jobs to be done: Was wollen die Menschen mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung erreichen?
  • Herausforderungen: Mit welchen Problemen und Schwierigkeiten kämpfen sie (die dein Produkt oder deine Dienstleistung lösen kann)?
  • Bevorzugte Social-Media-Plattformen: Wo sind sie online unterwegs?
  • Lieblingsarten von Content: Unterhaltsam, lehrreich, lustig, nahbar usw. und Video- oder Bild-Posts
  • Influencer aus der Branche, denen sie vertrauen: Menschen, denen sie auf Social Media folgen und die in deiner Nische als Thought Leader gelten Für Jade Beason, Creator und Social-Media-Beraterin, ist das Verständnis der Pain Points deiner Zielgruppe die wichtigste Erkenntnis:

„Werde dir wirklich, wirklich klar darüber, was die Pain Points deiner Zielgruppe sind“, sagt Jade. „Das hilft dir, Content zu erstellen, der genau diese Probleme löst, ob mit lehrreichem, unterhaltsamem oder nahbarem Content.“

Jetzt stellt sich die nächste Frage: Wie sammelst du diese Erkenntnisse über deine Zielgruppe? Laut Jade ist Social Listening der beste Weg zur Zielgruppenrecherche:

„Hör dir an, was deine Zielgruppe über deinen Content sagt. Beobachte aber auch, was deine Zielgruppe unter dem Content anderer Leute schreibt (der deinem ähnlich ist).“

Elise sammelt nach eigener Aussage Kundenerkenntnisse aus vier Quellen:

  • Auswertung von DM-Interaktionen
  • Direkte Gespräche mit ihrer Community
  • Feedback von Teilnehmenden während und nach ihren Programmen
  • Analyse, welcher Content das bedeutsamste Engagement bekommt Ich will nichts beschönigen: Zielgruppenrecherche ist ein echter Brocken. Du musst verstehen, was deine Zielgruppe mag, was ihr wichtig ist, was ihr Spaß macht und vieles mehr. Das ist eine Menge Arbeit, aber die Investition lohnt sich. Wenn du die Pain Points deiner Zielgruppe kennst, kannst du auf deinen Social-Media-Profilen wirklich hilfreichen Content erstellen.

So würde ich dir raten, mit der Zielgruppenrecherche zu beginnen:

  • Wenn du bereits auf Social Media postest, analysiere deine DMs, Posts und Kommentare.
  • Wenn du eine Strategie für ein Unternehmen erstellst, frag die angrenzenden Teams aus Marketing, Growth, Vertrieb und Kundensupport nach Erkenntnissen über eure idealen Kunden.
  • Verbringe Zeit an den Orten im Netz, an denen sich deine Zielgruppe oder deine Kunden aufhalten: andere soziale Kanäle, Foren, private Communitys, Discord-Server usw.
  • Abonniere Branchen-Newsletter und folge Thought Leadern in deiner Nische, um bei aktuellen Ereignissen und Trends auf dem Laufenden zu bleiben.
  • Als Unternehmen kannst du Kunden Anreize bieten (etwa Geschenkkarten oder Gutscheincodes), damit sie direkt mit dir sprechen, in 1:1-Gesprächen oder über Umfragen.
  • Wenn möglich, investiere in eine Software für Zielgruppenrecherche (wie SparkToro) oder in Social-Listening-Tools. Denk daran: Zielgruppenrecherche ist nie abgeschlossen. Du musst immer im Blick behalten, wie sich die Bedürfnisse deiner Zielgruppe entwickeln. Am Anfang mag das wie ein riesiger Berg wirken, aber sobald du die ersten Follower auf Social Media hast, wird es einfacher, Feedback zu sammeln.

3. Setze SMART-Ziele für Social Media

Zu wissen, warum du auf Social Media bist, ist eine der wichtigsten Zutaten für eine erfolgreiche Social-Media-Strategie. Es hilft dir zu verstehen, wie Erfolg auf Social Media aussieht, und gibt deinen Bemühungen eine Richtung.

Wie setzt du Social-Media-Ziele? Wenn du als Social-Media-Manager für ein Unternehmen arbeitest, finde die Unternehmensziele für das Quartal oder das Jahr heraus. Liegt der Fokus auf der Neukundengewinnung? Oder sollen bestehende Kunden gehalten werden? Vielleicht geht es auch darum, Kosten zu sparen und effizienter zu werden.

Was auch immer es ist: Deine Social-Media-Aktivitäten müssen in dieselbe Richtung zielen wie deine übergeordneten Unternehmensziele. Warum? Weil es für uns im Social-Media-Marketing entscheidend ist, das Geschäftsergebnis zu beeinflussen. Nur so belegst du die Wirkung deiner Social-Media-Strategie und zeigst einen positiven ROI.

Wenn du mit Social-Media-Marketing Unternehmensziele erreichst, bekommst du außerdem leichter Rückendeckung, um weitere Social-Media-Manager einzustellen, in neue Social-Media-Kanäle zu investieren, Budget für Social-Media-Werbung zu erhalten und vieles mehr.

Wie setzt du als Creator Social-Media-Ziele?

Überleg dir, wie Social Media dir hilft, deine Ziele zu erreichen. Möchtest du mehr Influencer-Partnerschaften, um mit deinem Content Geld zu verdienen? Oder willst du über Social Media mehr Abonnenten für deinen Newsletter gewinnen? Behalte dieses Ziel im Hinterkopf, während du Social-Media-Content erstellst.

Jade erklärt an einem Beispiel, wie sich deine Erfolgskennzahlen je nach deinen übergeordneten Zielen unterscheiden:

„Deine Erfolgskennzahlen hängen davon ab, was deine Ziele sind“, sagt sie. „Wenn du auf Instagram bist, um zu wachsen, sind deine View-Through-Rate und deine Retention vielleicht am wichtigsten. Wenn du aber auf Instagram bist, um eine Community aufzubauen, sind deine Interaktionen die wichtigste Kennzahl.“

Ein Beispiel aus der Creator-Welt: Elise verfolgt diese Kennzahlen:

  • Wie sich ihr Content in Verkäufe umsetzt (sie hat selbst während ihrer Elternzeit monatlich 60.000-80.000 $ erwirtschaftet)
  • Wie gut sie neue Zielgruppen erreicht (ihr bester Content erreicht bis zu 86 % Nicht-Follower)
  • Wie gut sie ihre bestehenden Kunden betreut (sie hat bisher über 56.487 Teilnehmenden geholfen) Sie rät Creatorn, bei ihren Zielen flexibel zu bleiben und sich an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppe zu orientieren:

„Der Schlüssel ist, flexibel genug zu bleiben, um umzuschwenken, wenn du eine Chance erkennst“, sagt Elise. „Es geht nicht darum, an starren Plänen festzuhalten. Es geht darum, zu beobachten, was bei deiner Zielgruppe ankommt, und bereit zu sein, ihr genau das zu geben, was sie am meisten braucht.“

Wenn du Social-Media-Marketing-Ziele festlegst, wird auch klarer, welche Art von Social-Media-Content du erstellen solltest. Wenn dein Ziel als Unternehmen zum Beispiel mehr Markenbekanntheit ist, postest du mehr Content, der auf Engagement ausgelegt ist. Wenn du als Creator dagegen Leads für deine digitalen Produkte gewinnen willst, erstellst du mehr verkaufsorientierten Content.

Wie viele Ziele solltest du haben?

Als Creator fährst du am besten mit maximal drei Zielen, damit deine Social-Media-Aktivitäten fokussiert bleiben. Wenn du ein Social-Media-Team hast, kannst du weitere Ziele ergänzen und jeder Person bestimmte Ziele zuordnen.

Sobald du deine Ziele festgelegt hast, solltest du sie in KPIs, also Key Performance Indicators, umwandeln. Das sind die zentralen Kennzahlen, die als Nachweis für deinen Social-Media-Erfolg dienen.

Ein Beispiel: Wenn du mit deinen Social-Media-Marketing-Kampagnen die Markenbekanntheit steigern willst, woran erkennst du, dass du dieses Ziel erreicht hast? Welche Social-Media-Kennzahlen beobachtest du, um den Erfolg zu messen? Über welchen Zeitraum wertest du diese Zahlen aus? KPIs helfen dir, all diese Fragen zu beantworten.

Wie wandelst du ein Ziel in einen KPI um?

Nutze die SMART-Formel, um aus einem vagen Ziel ein konkretes zu machen:

  • Spezifisch: Was willst du mit Social-Media-Marketing erreichen? Mehr Markenbekanntheit, mehr Traffic auf deiner Website, mehr Leads usw.
  • Messbar: Wie misst du, ob du deine Ziele erreichst? Leg genau fest, welche Social-Media-Kennzahlen für dich Erfolg bedeuten, zum Beispiel Follower-Zahl, Engagement-Rate, Klickrate und mehr.
  • Attraktiv und erreichbar: Sei realistisch, was deine Ziele angeht, und berücksichtige deine Ressourcen und den Algorithmus der Plattform. Innerhalb eines Monats auf 10.000 Follower auf Instagram zu wachsen, ist zum Beispiel unrealistisch, wenn du neu auf dem Kanal bist. Programmier dein Scheitern nicht vor, vor allem nicht, wenn du als Social-Media-Manager an Stakeholder berichten musst. Es ist immer besser, weniger zu versprechen und mehr zu liefern.
  • Relevant: Stell sicher, dass deine Ziele zu deinen übergeordneten Unternehmenszielen passen.
  • Terminiert: Setz dir Fristen für deine Ziele (monatlich oder quartalsweise), um deine Social-Media-Marketing-Performance zu reflektieren und die Ergebnisse auch Stakeholdern zu präsentieren. Angenommen, du willst mit deiner Social-Media-Strategie mehr Traffic auf deine Website bringen. Wenn ich davon ausgehe, dass du die Relevanz bereits geprüft hast (dein Social-Media-Ziel passt zu deinen Unternehmenszielen):

❌ Vages Ziel: Mehr Website-Traffic über Social Media

✅ SMART-Ziel: Website-Traffic in 3 Monaten um 20 % steigern

So gehst du beim Festlegen von Zielen für deine Social-Media-Strategie vor:

  • Verstehe die Ziele deines Unternehmens und deiner Abteilung.
  • Setze Social-Media-Ziele, die deinem Unternehmen helfen, die übergeordneten Geschäftsziele zu erreichen.
  • Mach daraus SMART-Ziele, indem du jedem Ziel eine KPI-Kennzahl und eine Frist zuordnest. Als Creator kannst du es einfacher halten und dich auf einige wenige Erfolgskennzahlen konzentrieren, die sich direkt auf dein Business und dein Einkommen auswirken. Lass deine Erfolgskennzahlen aber nicht isoliert nebeneinanderstehen, sondern mach SMART-Ziele daraus!

4. Wähle deine Social-Media-Plattformen aus und lerne sie genau kennen

Die Wahl deiner Social-Media-Plattformen ist ein entscheidender Teil deiner Social-Media-Strategie. Für welche sozialen Netzwerke du dich entscheidest, hängt davon ab:

  • Wo ist deine Zielgruppe online unterwegs?
  • Wo erstellst du gerne Content? Ein Venn-Diagramm, das zeigt, wie du die Plattformen für deine Social-Media-Strategie auswählst Man könnte meinen, bei der Wahl der richtigen Social-Media-Plattformen zählt eigentlich nur der erste Punkt. Jade erinnert uns aber daran, warum der zweite genauso wichtig ist:

„Du solltest auf der Plattform sein, auf der du selbst gerne Content konsumierst und erstellst“, sagt sie. „Wenn dir eine Plattform keinen Spaß macht, wird es nicht funktionieren. Wenn du zum Beispiel mit Kurzvideos kämpfst und TikTok nicht gerne nutzt, dann konzentrier dich nicht darauf. Sonst fällt es dir super leicht, aufzugeben und die Motivation zu verlieren.“

Jades Rat trifft ins Schwarze, denn du musst für eine Social-Media-Plattform nicht nur Content erstellen, sondern auch richtig in sie eintauchen. Das solltest du recherchieren, wenn du dich für deine sozialen Netzwerke entscheidest:

Social-Media-Algorithmus

Verschiedene Social-Media-Plattformen haben unterschiedliche Algorithmen, und die entwickeln sich ständig weiter, weil sich auch die Vorlieben der Nutzer ändern. Du musst verstehen, was der Algorithmus bevorzugt, und am Ball bleiben, um deine Social-Media-Content-Strategie danach auszurichten.

Stellenwert von SEO

Viele soziale Kanäle haben starke Funktionen zur Suchmaschinenoptimierung (wie X), andere arbeiten noch daran (wie Instagram). Such dir die relevanten Keywords für deine Social-Media-Nische heraus, damit du SEO nutzen kannst, wenn deine gewählten Netzwerke darauf Wert legen.

Subkultur

Jeder soziale Kanal hat seinen ganz eigenen „Vibe“. TikTok ist lockerer und spontaner, während bei YouTube nach wie vor die Produktionsqualität im Vordergrund steht. Deine Zielgruppe auf Facebook hat andere Erwartungen als deine Zielgruppe auf Instagram. Je mehr Zeit du auf deinen gewählten Netzwerken verbringst, desto besser verstehst du die besonderen Subkulturen der einzelnen Plattformen.

Benchmarks

Verschiedene soziale Kanäle verlangen unterschiedliche Posting-Frequenzen. Du musst wissen, wie regelmäßig du auf einem Kanal posten musst, um beim Algorithmus gut dazustehen. Danach richtet sich dein Posting-Plan. Wenn du dir schnell einen Überblick über die Benchmarks der verschiedenen Social-Media-Plattformen verschaffen willst, hier eine kurze Zusammenfassung:

| Social-Media-Plattform

| Ideale Posting-Frequenz

| | | Facebook

| 1-2 Posts/Tag

| | | Instagram Stories

| 2 Instagram Stories/Tag

| | | Instagram-Feed-Posts (Karussells, Reels)

| 1-2 Posts/Tag

| | | TikTok

| 1-4 Posts/Tag

| | | X (ehemals Twitter)

| 3-4 Posts/Tag

| | | LinkedIn

| 1 Post/Tag

| | | Pinterest

| 15-25 Pins/Tag

| | | YouTube

| 1 Video/Woche

| | | YouTube Shorts

| 1-3 Videos/Woche

| |

Auf wie vielen sozialen Netzwerken solltest du nun aktiv sein? Das hängt von deinen Ressourcen und den Vorlieben deiner Zielgruppe ab. Jade rät aber davon ab, gleich zu Beginn auf mehreren Plattformen zu starten:

„Wenn du anfängst, konzentrier dich darauf, Content für eine einzige Social-Media-Plattform zu erstellen“, sagt Jade. „Wenn du diesen Content für andere Plattformen wiederverwenden willst, ist das völlig in Ordnung. Aber wenn du dich hinsetzt, um Social-Media-Content zu erstellen, dann erstell ihn nur für eine Plattform.“

Warum solltest du am Anfang bei einer Plattform bleiben? Weil Content zu erstellen harte Arbeit ist. Du willst dich nicht verzetteln, indem du versuchst, für verschiedene Plattformen unterschiedlichen Content zu produzieren. Das ist der erste Schritt zum Creator-Burnout (und das wollen wir nicht!).

Ganz zu schweigen davon: Sobald du ein soziales Netzwerk richtig beherrschst, hast du deinen Social-Media-Muskel trainiert, und der Einstieg auf einer neuen Plattform fällt dir leichter.

Denk daran: Du musst nicht auf allen sozialen Plattformen präsent sein, um eine wirksame Social-Media-Marketing-Strategie umzusetzen. Mehr ist nicht automatisch besser.

Auch Elise ist ein großer Fan von Repurposing als Teil deiner Social-Media-Content-Strategie. Sie konzentriert sich dieses Jahr darauf, YouTube als weiteres soziales Netzwerk aufzubauen:

„Ich erstelle nicht für jede Plattform komplett unterschiedlichen Content“, sagt sie. „Stattdessen konzentriere ich mich auf hochwertigen Content, den ich anpassen und wiederverwenden kann. Das Ziel ist nicht, überall gleichzeitig zu sein, sondern regelmäßig dort aufzutauchen, wo deine Zielgruppe dich am meisten braucht.“

Auch wenn du deinen Social-Media-Marketing-Plan um weitere Plattformen erweitert hast, solltest du Repurposing fest in deine Social-Media-Strategie einbauen. Du willst nicht jedes Mal neuen Content von Grund auf erstellen. Arbeite lieber smart und bereite deinen Content so auf, dass er sich an neue soziale Netzwerke anpassen lässt. So holst du auch das Maximum aus jedem Post heraus, den du erstellst.

⚡Profi-Tipp: Behalte deine Markenstrategie über alle sozialen Netzwerke hinweg bei, wenn du deine Social-Media-Präsenz ausbaust. Niemand sollte auf verschiedenen Social-Media-Plattformen eine völlig andere Markenstimme von dir erleben. Du brauchst mehr Unterstützung? Diese Folge von Buffer Chat: The Podcast mit Social-Media-Experte Lindsey Gamble ist genau das Richtige.

5. Finde Content-Lücken und lege deine Content-Säulen fest

Der nächste Schritt ist, Content-Ideen zu finden für deine Social-Media-Accounts. Das ist das erste Puzzleteil bei der Umsetzung deiner Social-Media-Strategie.

Wie findest du Content-Ideen für Social Media?

  • Aus deiner Zielgruppenrecherche kennst du die Pain Points deiner Zielgruppe. Erstell zuerst Content rund um diese Probleme und darüber, wie du helfen kannst, sie zu lösen.
  • Achte darauf, dass fast jeder Content, den du erstellst, auf die Social-Media-Marketing-Ziele einzahlt, die du dir gesetzt hast.
  • Nutze Social Listening, um Content-Lücken zu finden. Worüber spricht deine Zielgruppe online? Wonach fragt sie in Communitys? Worüber reden die Thought Leader in deinem Bereich?
  • Mach eine Wettbewerbsanalyse, um deine Social-Media-Strategie zu verbessern. Welche Kommentare hinterlassen die Leute unter den Videos deiner Mitbewerber? Versuch, ein Muster zu erkennen, indem du mehrere Mitbewerber analysierst. Kendall Dickieson, Social-Media-Beraterin und Autorin des Newsletters No Filter, empfiehlt außerdem, für frische Ideen für deine Content-Strategie über den Tellerrand deiner Social-Media-Nische zu schauen:

„Ich persönlich finde, der Blick über deine Nische hinaus ist dein größter Vorteil“, sagt sie. „So kannst du dich von anderen Orten und Marken inspirieren lassen, die nicht das machen, was Hunderte um dich herum tun, statt immer wieder dasselbe Konzept zu konsumieren.“

Das leuchtet ein: Wenn du tief in deiner Social-Media-Strategie steckst, erstellst du Content quasi in einer Blase. Ein Blick über den üblichen Bereich hinaus kann kreative Ideen auslösen. Wenn du also Creator im Bereich Produktivität bist, schau dir an, wie Skincare-Creator gerade Content erstellen. Vielleicht bringt dich das auf ganz eigene Ideen für Social-Media-Posts.

Wenn du ein paar Ideen gesammelt hast, ordne sie Content-Säulen zu. Das sind im Grunde die übergeordneten Themen, unter denen du den Großteil deines Contents erstellst. Dafür wird dich deine Zielgruppe kennen. Bleib bei 3-5 Content-Säulen, damit deine Nische glasklar ist!

Ein Beispiel: Wenn ich an die Instagram- und TikTok-Creatorin Suman denke, denke ich sofort an „Pflege für welliges Haar“, denn das ist ihr Ding. Ihre Content-Säulen drehen sich alle um die Pflege von welligem Haar: Haarwachstum bei welligem Haar, Styling von welligem Haar, Produkte für welliges Haar usw.

Eine Content Creatorin mit klaren Content-Säulen als Teil ihrer Social-Media-Strategie Vielleicht fragst du dich, ob Content-Säulen deinem Content Grenzen setzen und deine Ideen einschränken. Ganz im Gegenteil!

Wenn du mit Content-Säulen Leitplanken setzt, wählst du einen klaren Fokus und legst fest, was deine Markenstrategie nicht ist. So kannst du Content-Ideen, die weit weg von deinen Säulen liegen, leicht aussortieren und dir selbst die kleinsten Pain Points innerhalb deiner Kernthemen vornehmen.

Trotzdem sind Content-Säulen keine Ausrede, um weniger auf Social Media zu experimentieren. Kendall erinnert uns daran, dass keine Idee „dumm“ ist, sondern vielleicht nur ein paar Anpassungen braucht:

„Wenn ein Social-Media-Team weiß, dass es Freiraum zum Testen und Ausprobieren hat, fühlt es sich nicht so eingeschränkt, auch Konzepte zu teilen, die vielleicht völlig abgedreht wirken“, sagt sie. „Ich halte gerne an dem Gedanken fest, dass kein Content-Konzept ‚dumm‘ oder wertlos ist. Es kann einfach ein Sprungbrett für ein größeres Konzept sein oder etwas, das mit ein paar Anpassungen zu einem anderen Zeitpunkt zum Leben erwacht.“

Wenn du also von einer Content-Idee überzeugt bist, setz sie um! Deine Social-Media-Strategie soll dich nicht davon abhalten, Spaß zu haben und Neues auszuprobieren. Lass in deinem Redaktionsplan etwas Spielraum, um auf Trends aufzuspringen und deine unkonventionellen Ideen zu testen.

Und wenn dir Ideen für Social-Media-Posts ganz spontan beim Kochen einfallen, speichere sie in Buffers Create-Bereich. Dort kannst du eine Bibliothek mit deinen Content-Ideen aufbauen und sie notieren, sobald sie dir einfallen, ohne dass dir etwas entgeht. Du kannst ihnen sogar Tags zuweisen (zum Beispiel für deine verschiedenen Content-Säulen), wenn du sie besser organisieren möchtest.

Ein Screenshot von Buffers Create-Bereich mit Content-Ideen, die in verschiedenen Boards organisiert sind Und schließlich: Sobald deine Social-Media-Strategie Fahrt aufnimmt, achte auf die Kommentare und DMs deiner Zielgruppe. Sie sind die beste Quelle für Content-Ideen.

„In deinen Kommentaren und DMs warten Konzepte nur darauf, entdeckt zu werden“, sagt Kendall. „Hier ist ein Beispiel von Graza: Das Drehmoment an unserer Maschine war zu fest eingestellt, und in den Kommentaren und DMs schrieben uns Leute, dass sie den Deckel nicht aufschrauben konnten. Also haben wir dieses Video innerhalb von 5 Minuten gedreht und geschnitten und allein auf Instagram fast 1 Mio. Views bekommen.“

Hier ist der Post von Graza, auf den sich Kendall bezieht:

Diesen Beitrag auf Instagram ansehen Ein Beitrag geteilt von Graza (@getgraza)

Deine Content-Ideen können aus *ganz vielen* Quellen kommen, aber die beste Quelle ist, auf die Fragen und Wünsche deiner Zielgruppe zu hören und Content dazu zu erstellen.

6. Richte deinen Social-Media-Redaktionsplan ein

Im nächsten Schritt deiner Social-Media-Strategie geht es ans Eingemachte: die Umsetzung. Wenn du weißt, auf welchen Social-Media-Kanälen du aktiv sein willst, und eine Liste mit Content-Ideen hast, geht es als Nächstes ans Erstellen von Content.

Mein wichtigster Tipp? Teil deine Tage in Themen ein und arbeite jeden Tag an einem Aspekt deiner Social-Media-Strategie. Das nennt man oft Content Batching: Du erstellst mehrere Content-Stücke im Voraus.

Wenn du als Creator in Video-Content investierst, willst du dich vermutlich nicht jeden Tag kamerafertig machen. Deshalb ist es am besten, den Content an einem Tag zu erstellen und alles auf einmal zu drehen (vielleicht mit ein, zwei Outfitwechseln zwischendurch). Die anderen Tage kannst du mit Schneiden, der Arbeit an Content-Ideen und dem Austausch mit deiner Community verbringen.

Wenn du deine Content-Produktion hochfährst, wirst du wahrscheinlich die meisten Tage mit dem Erstellen von Content verbringen, und diese Tage können dich auch stärker belasten. Das ist normal (auch wenn es anstrengend ist!). Je mehr du deinen Content-Muskel trainierst, desto leichter wird es.

Wenn du deine Tage in Themen eingeteilt hast, besteht der nächste Schritt darin, alles in einen Social-Media-Redaktionsplan einzutragen. Das ist dein Umsetzungsdokument, das zeigt, wann du welchen Content auf welchen sozialen Netzwerken postest. Nutze ein kostenloses Social-Media-Management-Tool wie Buffer, um deine Ideen zu speichern, deine Posts zu planen, mit deiner Zielgruppe zu interagieren und deine Performance zu analysieren, alles an einem Ort.

Nutze einen Social-Media-Redaktionsplan, um deine Social-Media-Strategie umzusetzen **Du willst mehr darüber erfahren, wie du mit Buffer einen Redaktionsplan erstellst? **Sieh dir dieses Video an.

Am besten systematisierst du deinen Workflow, indem du jeden einzelnen Schritt auflistest, der nötig ist, um einen Social-Media-Post zu erstellen. Teil deine Tage dann in Themen ein und geh jeden Tag in den Deep-Work-Modus, um deine Produktivität zu maximieren.

Mach dir nichts vor: Du kannst dich nicht allein auf deine Motivation verlassen, um jeden Tag Social-Media-Content zu erstellen. Die einzige Möglichkeit, einen regelmäßigen Posting-Plan einzuhalten, ist ein Redaktionsplan und Content, den du im Voraus erstellst.

⚡Profi-Tipp: Lass in deinem Kalender etwas Platz für Trend-Content und Experimente. So hast du die Möglichkeit, auf Trends aufzuspringen und neue Content-Formate auszuprobieren, wenn du möchtest.

7. Analysiere regelmäßig deine Social-Media-Insights und passe deine Strategie an

Zu einer Social-Media-Strategie gehört auch, zu prüfen, ob sie dir tatsächlich hilft, deine Ziele zu erreichen. Wenn du dir jede Woche etwas Zeit im Kalender blockst, um deine Social-Media-Zahlen zu beobachten, gewinnst du wertvolle Erkenntnisse darüber, was funktioniert. Schau dir an, welche Posts am besten performt und das meiste Engagement bekommen haben, und versuch herauszufinden, warum.

Jade und Kendall empfehlen beide, eine Strategie mindestens drei Monate lang umzusetzen, bevor du über einen Kurswechsel nachdenkst. „Die meisten Strategien brauchen mindestens 3 Monate, um eine echte Wirkung zu zeigen, also ist Geduld entscheidend“, sagt Kendall.

Nutze Social-Media-Insights, um deine Zielgruppe und ihre Vorlieben besser zu verstehen. Kennzahlen können deine Content-Ideen beeinflussen und dir helfen, das zu verstärken, was funktioniert.

„Wenn du weißt, dass etwas funktioniert, setz noch stärker darauf“, sagt Kendall. „Wenn du schnell merkst, dass etwas nicht funktioniert, pass es entsprechend an. In deiner Social-Media-Strategie beweglich zu bleiben und gleichzeitig langfristig zu denken, ist ein Balanceakt, aber einer, der sowohl Kreativität als auch Struktur ermöglicht.“

Wann solltest du deine Social-Media-Strategie ändern? Kendall empfiehlt einen Kurswechsel, wenn du einen Abwärtstrend in deiner Performance siehst, sich das Verhalten deiner Zielgruppe verändert oder es größere Änderungen auf der Plattform gibt.

Wenn du Buffer nutzt, werden Social-Media-Insights einfacher und zugänglicher. Buffer zeigt dir die beste Zeit zum Posten, die beste Art von Post und die beste Posting-Frequenz, ganz speziell für deine eigene Social-Media-Strategie.

Das Buffer-Dashboard mit Insights, mit denen du deine Social-Media-Strategie verbessern kannst

Die beste Social-Media-Strategie ist anpassungsfähig

Social-Media-Marketing ist keine Aufgabe, die du einmal erledigst und dann abhakst. Und das gilt auch für das Erstellen, Pflegen und Umsetzen einer Social-Media-Strategie. Wenn sich Plattformen verändern, deine Zielgruppe sich weiterentwickelt und dein Produkt, deine Dienstleistung oder deine Fähigkeiten besser werden, entwickelt sich auch deine Social-Media-Strategie weiter.

Sieh deine Social-Media-Strategie als Dokument, das ständig aktualisiert wird. Du solltest regelmäßig darauf zurückkommen, um dich an deine Ziele zu erinnern und sie anzupassen, wenn sich deine Bedürfnisse ändern.

Rochi Zalani

Rochi is a freelance writer for SaaS companies in the creator economy, productivity, and AI space. She specializes in SEO, thought leadership, and content strategy, and has an active LinkedIn audience of 6,000+ followers that she continues to grow.

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